Psoriasis/Schuppenflechte

Was ist Psoriasis/Schuppenflechte?

Psoriasis oder auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronische Hauterkrankung, die sich durch Schuppung und Rötung an Ellenbogen- und Knie-Außenseiten, Kopfhaut, Nägel bis hin zum gesamten Körper bemerkbar macht. Die Schuppenflechte tritt oft erstmal im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf und gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Die Erkrankung führt zu einem sehr starken Leidensdruck bei den Betroffenen, da die Mitmenschen oft nicht wissen, worunter der Betroffene leidet. Das Krankheitsbild kann so extrem nach außen sichtbar sein, dass sich die an Psoriasis/Schuppenflechte leidenden Menschen nicht mehr in die Öffentlichkeit wagen. Vor allem im Sommer leiden die Betroffenen, da sie aus Scham keine kurzärmligen T-Shirts oder kurze Hosen anziehen. Auch der Besuch z.B. in Freibädern wird vermieden. Die Psoriasis/Schuppenflechte kann neben der Haut auch die Gelenke betreffen. Meist sind die Fingergelenke, Zehengelenke, Kiefergelenke oder auch große Gelenke wie Knie oder Kreuzbein betroffen. Sind auch die Gelenke miteinbezogen, spricht man von der arthritischen Psoriasis.

Ursachen & Symptome der Psoriasis/Schuppenflechte
Die Ursache von der Psoriasis/Schuppenflechte ist oft die genetische Veranlagung. Meist leiden Vater oder Mutter, Großmutter oder Großvater auch an Psoriasis/Schuppenflechte. Die Erblichkeit dieser Erkrankung zeigt sich auch daran, dass oftmals Geschwister unter Psoriasis leiden, wenn auch ein Elternteil betroffen ist. Alleine die genetische Disposition ist aber noch nicht der Garant dafür, dass die Krankheit auch wirklich ausbricht. Hierzu bedarf es weiterer Faktoren, die aber bis heute nicht restlos geklärt sind. Es kann Stress genauso sein wie eine Allergie, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder mechanische Reize. Die Symptome der Schuppenflechte sind Rötung und Schuppung an den Streckseiten von Ellenbogen und Knie. Die Symptome können aber auch am ganzen Körper auftreten. Oft sind auch die Kopfhaut und die Nägel befallen. Die Symptome der arthritischen Psoriasis sind Schmerzen und Schwellungen der Gelenke, vor allem der Finger- und Zehengelenke. Aber auch große Gelenke, wie Kniegelenk oder Wirbelsäule können betroffen sein.

Behandlung

Leider ist bei der Psoriasis/Schuppenflechte eine vollständige Heilung derzeit noch nicht möglich. Bei leichten Formen helfen aber Kortisonsalben, Vitamin-D-Salben und UV-Bestrahlung, um die Symptome zu verbessern.

Lichttherapie bei Psoriasis und Ekzemen

Das Sonnenlicht besteht aus dem sichtbaren Licht und aus ultravioletten Strahlen, wobei in der Lichttherapie die Behandlung mit künstlichem UV-Licht erfolgt.
Die UV-Strahlung in Maßen genossen ist für die Bildung von Vitamin D, welches eine wichtige Rolle im Calziumstoffwechsel spielt, essentiell, daneben wirkt sie immunmodulierend und antientzündlich.

Mittels Fluoreszenzröhren spezieller Lampen wird in Lichtkabinen ultraviolettes Licht in unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt und der Patient damit bestrahlt.
Die Lichtstrahlen lassen sich nach ihrer Wellenlänge in UVA- UVB- und UVC- Strahlen einteilen, wovon UVA-, UVB- oder Kombinationen daraus in der Phototherapie eingesetzt werden.

UVA-Strahlen dringen in tiefer gelegene Hautschichten ein und werden bei tiefergelegenen Entzündungen (z.B. atopischen Ekzemen) eingesetzt.
UVB-Strahlen dringen nur in oberflächliche Hautschichten ein, ihre Wirkung entspricht jener von natürlichem Sonnenlicht, es kommt zu einem Bräunungseffekt.

Bei der sogenannten PUVA-Therapie handelt sich um eine Bestrahlung mit UVA-Licht, bei der vor der Bestrahlung ein Wirkstoff namens Psoralen (Lichtsensibilisator) eingenommen wird, welcher die Haut lichtempfindlicher macht. Psoralen ist ein natürlich vorkommender Wirkstoff in den ätherischen Ölen verschiedener Pflanzen und kann als Tablette, Creme oder Bad verabreicht werden.
Die PUVA-Therapie hat sich als äußerst effizient erwiesen und wird heute aufgrund ihrer positiven Wirkungen standardmäßig eingesetzt:
antientzündliche Wirkung
Hemmung bestimmter Zellen des Immunsystems bei einer Fehlsteuerung dieser (versch. Hautkrankheiten)
Reduktion von Juckreiz und übermäßiger Bildung von Hautzellen bei Psoriasis

Die Lichttherapie erweist sich in Relation zu anderen Therapieformen als relativ nebenwirkungsarm, sofern die geringste erforderliche Menge an UV-Licht (= individuelle Lichtdosis) verwendet wird. Hochdosierte UV-Strahlungen können Hautzellen schädigen und langfristig gesehen die Bildung eines Melanoms fördern, daher ist es wichtig, sich in kompetente medizinische Betreuung zu begeben, um Nebenwirkungen auszuschließen.

Wie für die Neurodermitis steht der Ordination Dr. Sittenthaler das entsprechende Gerät zur Verfügung.

Starke Formen der Psoriasis/Schuppenflechte – auch mit Gelenksbeteiligung – behandeln wir mit Medikamenten, die täglich eingenommen werden müssen. Hier stehen neben altbewährten Mitteln, seit kurzer Zeit hochwirksame Biologica zur Verfügung, die große Erfolge bei der Behandlung von Psoriasis versprechen.

Auch die Lebensumstände und die Ernährung spielen bei Psoriasis eine Rolle. Deshalb informieren wir Sie auch über die richtigen Diäten sowie Stressmanagement um Ihre Psoriasis/Schuppenflechte in den Griff zu bekommen.

Ihr Hautarzt Wien: Dr. Matthias Sittenthaler