Bakterien und Viren

Was sind Bakterien und Viren?

Bakterien und Viren können zu unterschiedlichen Erkrankungen führen.

Bakterien sind einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern (Prokaryonten), welche im menschlichen Organismus Haut, Magen, Darm, Vagina und auch einen kleinen Teil der Harnröhre besiedeln und diese vor krankmachenden Keimen schützen.

Neben diesen nützlichen „guten“ Bakterien gibt es jedoch auch pathogene Bakterien, welche Infektionen, Magengeschwüre oder Tumore verursachen können.

Viren sind infektiöse Partikel aus DNA (Desoxyribunukleinsäure) oder RNA (Ribonucleinsäure) und einer Proteinhülle. Viren können selbst keine Stoffwechselvorgänge durchführen (sind keine Lebewesen) und sind daher auf einen Wirtsorganismus angewiesen. Beim Menschen sind eine große Anzahl an Viren bekannt, welche zu Krankheiten führen, wie z.B. Herpesviren, Influenzaviren, Papillomaviren, Rhinoviren, Retroviren.

Ursachen und Symptome

Sowohl Bakterien als auch Viren können zu ansteckenden Erkrankungen (Infektionskrankheiten) führen. Beispiele hierfür sind:

Gürtelrose: Ein schmerzhafter blasenförmiger Hautausschlag, welcher durch das Varicella- Zoster-Virus (VZV) hervorgerufen wird.  Der Erstkontakt  mit dem Virus erfolgt in der Regel im Kindesalter, denn das Virus löst neben der Gürtelrose auch Windpocken oder Feuchtblattern- typische Kinderkrankheiten- aus. Ist der Körper einmal vom VZV befallen, bleibt es zeitlebens inaktiv im Körper, was für einen gesunden Organismus jedoch keine Beeinträchtigung darstellt. Kommt es im Laufe des Lebens zu einer Schwächung des Immunsystems (andere Krankheiten, fortgeschrittenes Lebensalter), dann können diese inaktiven Viren reaktiviert werden und Gürtelrose auslösen.

Herpes: Herpes-Viren kommen nur beim Menschen vor und bleiben nach Übertragung über die Schleimhäute (genital, oral, anal), durch direkten Kontakt mit infizierter Haut oder Schmierinfektionen, lebenslang im Körper. Charakteristisch für Herpes sind bläschenartige Haut- und Schleimhautausschläge.

Erysipel (Rotlauf): Eine- meist durch das Bakterium Streptococcus pyogenes hervorgerufene- Infektion der Haut mit charakteristischer Rötung, brennenden Schmerzen und Empfindlichkeit gegenüber Berührung. Typisch ist das Auftreten von Fieber und Krankheitsgefühl. Das Erysipel kann unbehandelt zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung führen!

Abszesse: Unter einem Abszess versteht man eine abgekapselte Eiteransammlung in der Haut. Ursache für Abszesse sind Entzündungen und Verletzungen der Haut, auf welche der Körper reagiert, in dem er das betroffene Gewebe mit Hilfe von körpereigenen Enzymen einschmilzt und somit vom gesunden Gewebe abkapselt (natürliche Abwehrreaktion).

Impetigo (Schmutzflechte): Impetigo ist eine sehr ansteckende Hautinfektion, welche von Bakterien der Gattung Streptococcus oder Staphylococcus ausgelöst wird. Diese gelangen durch Schmierinfektion über kleine Wunden in den Körper, wo es dann zu juckendem roten Ausschlag mit wasser- oder eitergefüllten Blasen kommt. Die Impetigo ist bei Kindern sehr häufig.

Warzen: Warzen werden durch das Humane Papillomavirus (HPV) hervorgerufen und sind Hautwucherungen, die meistens an Händen und Füßen, aber auch im Gesicht und im Genitalbereich auftreten können. Warzen spielen häufig im Kindesalter eine Rolle, weil der kindliche Organismus noch keine Immunität dagegen ausbilden konnte. Eine spezielle Form der Warzen bei Kindern stellen die Dellwarzen (Mollusken) dar.

Feigwarzen: Feigwarzen (Kondylome) sind spezielle Warzen des Genitalbereiches, die meist durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Entgegen der weitläufigen Meinung sind diese meist harmlos!

 

Behandlung

Die Behandlung der Infektionskrankheit richtet sich nach der Erkrankung und dem verursachenden Erreger (Bakterium, Pilz). Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika und bei Viruserkrankungen Virostatika eingesetzt.

Warzen werden  in der Ordination Dr. Sittenthaler meist mit flüssigem Stickstoff vereist oder elektrochirurgisch  abgetragen.

Ihr Hautarzt Wien: Dr. Matthias Sittenthaler